Salzburger Zukunftsdialoge

4. Salzburger Zukunftsdialog

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24. Oktober, 18.00 – 21.00

elements.at New Media Solutions GmbH / Gusswerk Halle 6, Söllheimerstraße 1, Salzburg

Der radikale Wandel unserer Arbeitswelten ist vielschichtig und beinahe unüberschaubar. Er betrifft nicht nur die Auswirkungen der Digitalisierungsprozesse auf Branchen und Berufe. Er betrifft vor allem auch die Unterschiedlichkeit und Polarisierung von Arbeitswelten: zwischen einer wachsenden Zahl von ein-Personen-Unternehmen einerseits und großen Unternehmen andererseits, zwischen traditionellen Produktions- und Dienstleistungsbetrieben und jenen neuen Kreativbranchen, deren Geschäftsmodelle auf digitale Medien basieren.

Zwischen arbeitsintensiven und handwerklichen Branchen und standardisierten wie automatisierten Produktion und Leistungserbringung. Oder das Auseinanderdriften zwischen hochqualifizierten, anspruchsvollen Kreativ-, Wissens- und Managmentberufen einerseits und einem niedrigqualifizierten Niedriglohnsektor der „working poor“ andererseits.

Die Salzburger Zukunftsdialoge gehen auf Spurensuche in diesem unüberschaubar gewordenen Feld und steigen in die neue Arbeitswelt eines Unternehmens der Digitalbranche als Gastgeber ein. Über die physische wie organisatorische Gestaltung dieses Unternehmens erzählt Jakob Mayr (Area). Ergänzt wird die Gesprächsrunde durch Impulse einer jungen Salzburger Coworking-Pionierin und Arbeitswelt-Innovatorin (Romy Sigl), durch eine Unternehmerin aus einer Traditionsbranche sowie durch einen erfahrenen Gewerkschafter mit Blick auf die Herausforderung dieses Wandels für ArbeitnehmerInnen-Vertretungen. Eine Sozialwissenschafterin und Expertin für Arbeitswelt mit besonderem Fokus auf Geschlechterverhältnisse (Birgit Buchinger) rundet mit ihrem allgemeinen Überblick über Veränderungen von Arbeitswelten die Runde ab.

Impulse / Gäste:

  • Jakob Mayr, AREA: Gestaltung von Arbeitsräumen als Rahmen für Arbeitsfähigkeit und Kooperation
  • Karl Zallinger, Arbeitsmarktsprecher ÖVP Salzburg
  • Romy Sigl, CoworkingSalzburg: Kooperative Arbeitswelten von EPUs/Kreativen als Strategie
  • Klaus Brandhuber, Vertreter einer Salzburger Gewerkschaft: Aktuelle Herausforderungen für ArbeitnehmerInnen-Vertretung / Blick auf den Wandel der Arbeitswelt
  • Birgit Buchinger, Sozialwissenschafterin, Solution: „Vogelschau“/Überblick zum Wandel der Arbeitswelt, besonderer Fokus auch auf Geschlechterperspektive

Die Online-Teilnahme mit Webcam und Mikrofon würde uns sehr freuen! Der Online-Raum ist bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung geöffnet. Die Veranstaltung wird von David Röthler (werde.digital) live ins Internet übertragen.
Unter folgendem Zugangslink https://zoom.us/j/725022438
kann per Chat aber ebenso per Video und Audio mitdiskutiert werden.

Ebenso wird die Veranstaltung auf die Facebook-Seite des Zukunftslabors gestreamt.

3. Salzburger Zukunftsdialog

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Salzburger Zukunftsdialoge am Do, 7. Juni, 17:00 – 20:.00

Robert Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18, Stadtwerk, Salzburg
Gastgeber: Robert Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Creative Empowerment?

Wer gestaltet die Zukunft von Klein- und Mittelstädten?

Nicht die großen Metropolen, sondern Klein- und Mittelstädte prägen Europa. Ihre Attraktivität, ihre Dynamik und ihre Zukunftsentwicklung sind mit entscheidend – wie auch in Salzburg.

Die Stadt Salzburg ist geprägt vom Immobilien-Hype und der Tendenz zur Stadt der Reichen in schöner Landschaft mit Kulturerbe. Junge Kreative und alles Dynamische werden davon an den Rand gedrängt. Die Folge: Erstarrung und Brain Drain! Erstarrung und fehlende Perspektiven finden ihren Ausdruck auch auf der Ebene der Stadtentwicklung: Es fehlen neue Visionen und Perspektiven für die Bewältigung wichtiger Probleme (Verkehr, Siedlungsentwicklung) im Zentralraum.

Aus konkreten Beispielen und von ExpertInnen lässt sich feststellen: Nur eine sich verändernde Stadt ist überlebensfähig. Städte müssen sich auf neue Anforderungen einlassen. So setzt das Leitmotiv der „Creative City“ (Charles Landry) auf neue Gruppen (Kreative) und Prinzipien (Beteiligen, Ermöglichen), auf offene, dynamische Prozesse, auf Experiment und Vielfalt. Neue Planungsprozesse orientieren sich regional und kooperativ und setzen auf Beteiligung (z.B. Vision Rheintal).

Neben ihrem reichen Kulturerbe weist die Stadt Salzburg viele – zu wenig unterstützte und genutzte Potenziale auf: Junge Qualifizierte (Uni, FH, Mozarteum, Schulen), eine wachsende Szene an EPUs und Kreativen, eine breite Kunst- und Kulturszene sowie soziale Vielfalt durch den enorm hohen Anteil an MigrantInnen:

  • Wie können diese Wissens- und Kreativpotenziale von Jungen für die Entwicklung der Stadt gefördert werden?
  • Wie kann Stadtentwicklung (wieder) visionär werden?
  • Wie kann Beteiligung (von Bürgern, KünstlerInnen usw.) für Entwicklung und Gestaltung besser ermöglicht werden?
  • Wie können mehr Frei- und Experimentalräume für gemeinschaftliche Orte, neue Arbeitsräume, Schnittstellen etc. – als neue Impulse für Attraktivität und Dynamik schaffen?

Impulse: Max Rieder: Urbanist & Architekt, Andreas Koch, Sozialgraf (Universität Salzburg)
Kurzpräsentationen zu Initiativen aus Salzburg: Josef Mautner: Stadtteilarbeit des ABZ Itzling – Siglinde Lang & Josef Kirchner: 7Hoch2-Künstlerische Intervention – Ursula Maier-Rabler: Salzburg24: – Sabine Lehner: Forum Andräviertel
Moderation: Bernhard Jenny

Die Veranstaltung wird von David Röthler (werde.digital) im Internet live übertragen (inkl. Online-Beteiligung durch Externe)

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2. Salzburger Zukunftsdialoge
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Lebendige Vielfalt oder Stagnation?

Wie Betriebe und Gemeinden in ländlichen Regionen
die Folgen des demografischen Wandels bewältigen können

Demografischer Wandel heißt zunächst, dass sich die Bevölkerung von der Altersstruktur her anders zusammensetzt. Wir werden älter und bekommen aber gleichzeitig weniger Kinder. Zudem verteilt sich die Bevölkerung räumlich anders. Die Städte und Ballungsräume wachsen zum Teil stark, während in Landgemeinden die Bevölkerung stagniert bzw. zurückgeht. Demografischer Wandel heißt aber auch, dass wir „bunter“ werden. Fast jede/r fünfte BürgerIn  Österreichs hat die Wurzeln im Ausland.  Alle genannten Vorgänge habe eine längere oder kürzere Geschichte, d.h. eine bestimmte Pfadabhängigkeit. Dabei ist die Erkenntnis wichtig, dass Wandel permanent passiert, also laufend und nicht „nur“ auf einen bestimmten Zeitpunkt bezogen. Wandel ist immer begleitet von Veränderung, die aber per se weder gut noch schlecht ist. Letztlich geht es um die Frage, was wir daraus machen.

Unsere Fragen zu dieser Veranstaltung:
Wie kann der demografische Wandel gestaltet werden? Wie können Gemeinden ihre Infrastruktur, Versorgungsstruktur und ihre Attraktivität zukunftsweisend aufrechterhalten? Wie können regionale Unternehmen zukunftsweisend mit dem höhere Durchschnittsalter von Erwerbstätigen sowie mit dem Arbeitskräftemangel umgehen (Gewerbe, Tourismus etc.)? Wie können junge Qualifizierte gehalten bzw. gewonnen werden? Wie entstehen neue Erwerbsperspektiven durch neue Branchen und Berufe in ländlichen Regionen?

Armin Mühlböck (Wissenschafter, Universität Salzburg), Michaela Höfelsauer (Bürgermeisterin von Lend), Bibiana Puhl (Regionalmanagement Obersteiermark West) sowie Karin König-Gassner (Pinzgauer Initiative „komm.bleib“) bringen ihre Zugänge und ihr Wissen als Impulse eines gemeinsamen Gesprächs ein.

Der Lungauer Musiker und Autor Fritz Messner (Querschläger) präsentiert seine Zugänge zum Thema in Form von Liedern und Texten.

Moderation: Günther Marchner

Die Veranstaltung wird von David Röthler (werde.digital) im Internet live übertragen (inkl. Online-Beteiligung durch Externe)

Zukunftsdialoge – Eine Reihe des Zukunftslabors Salzburg

Für Zukunftsfragen gibt es keine endgültigen, sondern immer nur vorläufige Antworten. Sie entstehen im Dialog und sind Ergebnis von Such- und Forschungsprozessen, neuen Ideen und praktischer Erprobung, Austausch und wechselseitigem Lernen.
Die Salzburger Zukunftsdialoge organisieren zu wichtigen Themen und Zukunftsfragen einen Austausch zwischen PraktikerInnen, WissenschafterInnen, ExpertInnen und Interessierten. Sie bringen zu Fragen, die uns bewegen, Praxiswissen und wissenschaftliche Expertise zusammen.

Die Salzburger Zukunftsdialoge finden 2017 – 2018 zu vier Themen an vier Orten statt:

  • 24. November, 2017, 16.00 in der Zentrale der EZA Fairer Handel GbmH in Köstendorf:
    Haben kleine Landwirtschaftsbetriebe eine Zukunft?
  • 4. April 2018: Die Konsequenzen des demografischen Wandels für ländliche Regionen und Zukunftsstrategien von Gemeinden und Betrieben (Neukirchen a. G., in Koop. mit Tauriska)
  • Frühsommer 2018: Creative Empowerment? Was Klein- & Mittelstädte für ihre Zukunftsfähigkeit brauchen (Ort & Partner: Robert Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Stadt Salzburg)
  • Herbst 2018: Wandel der Arbeit – Unsere zukünftige Arbeitswelt (Ort & Partner: CoworkingSalzburg, TechnoZ Itzling, Stadt Salzburg)
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